EIN HANDBUCH #sbsm ist die Arbeit an einem Buch, einem Handbuch über und für Engagierte, Aktivist_innen, soziale Bewegungen.
Es soll Erfahrungen, Anregungen, Tipps & Tricks versammeln zur Selbstorganisation der Kommunikation, Selbstverwaltung der Kommunikationskanäle, zur Nutzung des Netzes und zum vernetzten Spiel mit den Social Media.
DIE WEBSITE #sbsm ist die Kommunikation im Netz unter diesem Chiffre, ebenso der laufende Dialog wie die Archivierung unserer Gespräche, unserer Erfahrungen, unserer Empfehlungen und Betrachtungen.
Hier auf dieser Website, in Social Media Netzwerken, in der Blogosphäre. #sbsm ist nicht nur Buch sondern auch aktive Vernetzung im Netz.
DAS CAMP Nachdem #sbsm Aktivist_innen und ihre Erfahrungen für ein Buch und im Netz versammelt hat, wollen und werden wir uns alle bei einem #sbsmcamp treffen und weitere Interessierte einladen.
Die Anspielung der “Feldzüge”, so steht in der Ankündigung, verweist sowohl auf bewusst geplante und abgewickelte Kampagnen und zum anderen auf die Ebene der Sprache; schließlich bedeutet der Begriff der Kampagne aus dem Französischen kommend ursprünglich nichts anderes als “Feldzug”. Darum sollte es also gehen, um Feldzüge der Arbeitgeberseite, die auf sprachliche Wirkung abzielen.
Ein guter Beitrag. Wäre da nicht die Coca-Cola-Flasche im Bild. Es bringt nichts, auf höherer Ebene klug wie schön zu reden, wenn daraus keine Handlungen für das Leben an sich (im täglichen Tun und Lassen) erwachsen.
Ich vermute, du hast die Aufzeichnung nicht bis zu Ende angeschaut, oder?
Der Coca-Cola-Flasche war von vornherein eine Rolle zugedacht. Und die war nicht, getrunken zu werden. Ich hab in der früh extra noch einen Umweg über den Supermarkt gemacht, um eine zu kaufen.
Wurde die Cola noch entsorgt?
Eine kritische Anmerkung doch noch: Warum es sich nicht um ein moralisches Problem handeln soll, wenn Zeitungsredaktionen immer auch mit Sorge an ihre Werbeeinnahmen denken (Lieb 1:23:50 f.), leuchtet mir nicht ein. Ich glaube, es ist durchaus ein moralisches Problem. Die Frage, ob wer (moral) balls hat – und die hat keiner, der sich vom dicken Anzeigenkunden eine lächerliche Gestaltung seiner Berufung vorschreiben läßt. Wenn das kein moralisches Problem ist, könnten Existenzsorge und ihre Projektionen für alle möglichen adversen Handlungen als, na ja, folgerichtig, herhalten.
“Gesteuerte Demokratie”… ich finde der Begriff “Wirtschaftsdiktatur” trifft es besser… “wer das Geld hat, hat die Macht”… vielleicht wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen ein Schritt in Richtung Abschaffung, bwz. Schwächung der Wirtschaftsdiktatur… weil es nämlich die Abhängigkeit der arbeitenden Bevölkerung von denen, die die Macht (das Geld) haben, verringern würde. Ich fürchte aber, dass das Grundeinkommen nicht nur am Widerstand der Wirtschaftslobbyisten sondern auch am Widerstand “von links” scheitern würde… die Linke hat nämlich durchaus ein Interesse daran, dass die bestehenden Herrschaftsverhältnisse in ihren Grundzügen beizubehalten; sonst würde sie – ihrem Selbstverständnis als Anwalt der “sozial Schwachen” entsprechend – auf Dauer keine Klientel mehr haben.
[...] „Digitale Bürgerrechte“, „Krise und Angst“, „Grassroots vs Apparat“, „Kampagnen der Arbeitgeber die auf Sprache zielen“, „Feminismus 2.0“, prekäre WissenschaftsarbeiterInnen bis hin zur Frage „Wie Social Media [...]
Ein erhellender Beitrag, wie wir durch Lobby und Wirtschaft mit Hilfe der Politik, sozusagen als deren ausführendes Organ, über den Tisch gezogen werden. Es ist tatsächlich ein kriegerischer Feldzug (“Kampagne”), begleitet von entsprechenden Solgans (von ghälisch: Sluagh Ghairm, Heergeschrei), gegen unsere Gehirne, um uns eine bestimmte Sichtweise einzuprügeln.
Vielen Dank für diese Diskussionsrunde! Jens zitiert ab 46:40 geradezu Unglaubliches aus einem OECD-Papier. Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr eine Quelle hierzu angeben könntet.
Danke und weiter so!
[...] Wernicke, Medien- und Kulturwissenschaftler – Kampagnen des Kapitals, die auf Sprachwirkung abzielen, Diskussionsrunde im Rahmen des #sbsm Camp, Oktober [...]
[...] Aufzeichnung dieses #sbsmTaalks mit Wolfgang Lieb und Jens Wernicke gibt es hier im [...]
[...] 1: Soziale Bewegung Quelle 2: Youtube Quelle 3: Ich mach [...]
Ein guter Beitrag. Wäre da nicht die Coca-Cola-Flasche im Bild. Es bringt nichts, auf höherer Ebene klug wie schön zu reden, wenn daraus keine Handlungen für das Leben an sich (im täglichen Tun und Lassen) erwachsen.
Ich vermute, du hast die Aufzeichnung nicht bis zu Ende angeschaut, oder?
Der Coca-Cola-Flasche war von vornherein eine Rolle zugedacht. Und die war nicht, getrunken zu werden. Ich hab in der früh extra noch einen Umweg über den Supermarkt gemacht, um eine zu kaufen.
Mea culpa (ich hatte nicht mit dieser Dramaturgie gerechnet). Du hast Recht, ich habe (deswegen) gar nicht bis zu Ende geschaut. Hole ich jetzt nach.
keep me updated, ich bin neugierig, was du zur Verwendung des coca cola (und des brenneseltees) sagst.
lg
chr.
Wurde die Cola noch entsorgt?
Eine kritische Anmerkung doch noch: Warum es sich nicht um ein moralisches Problem handeln soll, wenn Zeitungsredaktionen immer auch mit Sorge an ihre Werbeeinnahmen denken (Lieb 1:23:50 f.), leuchtet mir nicht ein. Ich glaube, es ist durchaus ein moralisches Problem. Die Frage, ob wer (moral) balls hat – und die hat keiner, der sich vom dicken Anzeigenkunden eine lächerliche Gestaltung seiner Berufung vorschreiben läßt. Wenn das kein moralisches Problem ist, könnten Existenzsorge und ihre Projektionen für alle möglichen adversen Handlungen als, na ja, folgerichtig, herhalten.
“Gesteuerte Demokratie”… ich finde der Begriff “Wirtschaftsdiktatur” trifft es besser… “wer das Geld hat, hat die Macht”… vielleicht wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen ein Schritt in Richtung Abschaffung, bwz. Schwächung der Wirtschaftsdiktatur… weil es nämlich die Abhängigkeit der arbeitenden Bevölkerung von denen, die die Macht (das Geld) haben, verringern würde. Ich fürchte aber, dass das Grundeinkommen nicht nur am Widerstand der Wirtschaftslobbyisten sondern auch am Widerstand “von links” scheitern würde… die Linke hat nämlich durchaus ein Interesse daran, dass die bestehenden Herrschaftsverhältnisse in ihren Grundzügen beizubehalten; sonst würde sie – ihrem Selbstverständnis als Anwalt der “sozial Schwachen” entsprechend – auf Dauer keine Klientel mehr haben.
Danke für dieses Interview. Sehr Aufschlussreich. Ich wünschte mir noch mehr Aufklärung für alle Bürger.
[...] „Digitale Bürgerrechte“, „Krise und Angst“, „Grassroots vs Apparat“, „Kampagnen der Arbeitgeber die auf Sprache zielen“, „Feminismus 2.0“, prekäre WissenschaftsarbeiterInnen bis hin zur Frage „Wie Social Media [...]
[...] Gewerkschaften vielfach auf Betriebsräteschulungen genutzt.) Wolfgang Lieb Quelle: Soziale Bewegung und Social Media nach [...]
Ein erhellender Beitrag, wie wir durch Lobby und Wirtschaft mit Hilfe der Politik, sozusagen als deren ausführendes Organ, über den Tisch gezogen werden. Es ist tatsächlich ein kriegerischer Feldzug (“Kampagne”), begleitet von entsprechenden Solgans (von ghälisch: Sluagh Ghairm, Heergeschrei), gegen unsere Gehirne, um uns eine bestimmte Sichtweise einzuprügeln.
Vielen Dank für diese Diskussionsrunde! Jens zitiert ab 46:40 geradezu Unglaubliches aus einem OECD-Papier. Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr eine Quelle hierzu angeben könntet.
Danke und weiter so!
[...] Wernicke, Medien- und Kulturwissenschaftler – Kampagnen des Kapitals, die auf Sprachwirkung abzielen, Diskussionsrunde im Rahmen des #sbsm Camp, Oktober [...]